Portrait-Shooting am Knappensee mit Jennifer – zwischen Eisenbahnwaggon und Ufergrün

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Zwischen dem letzten Bild im verlassenen Eisenbahnwaggon und dem ersten Portrait am Knappensee lagen nur wenige Minuten. Die Bildwirkung veränderte sich trotzdem vollständig: zuerst Graffiti, enge Durchgänge und klar begrenzte Sonnenflächen, danach ein langes weißes Kleid, dunkles Waldgrün, Schilf und warmes Gegenlicht.

Mit Jennifer, auf Instagram als @j3nnifer._ unterwegs, wollte ich zwei eigenständige Serien an einem Nachmittag umsetzen. Den Eisenbahnwaggon hatte ich bereits bei früheren Shootings genutzt. Der Knappensee war für mich als Portraitlocation neu.

Gerade diese Mischung machte das Shooting spannend. Im Waggon konnte ich mit bekannten Linien und Perspektiven arbeiten. Am See musste ich geeignete Hintergründe, Lichtöffnungen und Vordergründe erst vor Ort entdecken.

Zwei Locations für eine zusammenhängende Portraitserie

Ein Ortswechsel bringt einer Portraitserie besonders viel, wenn sich dabei auch Styling, Licht und Bildaufbau verändern.

Im Eisenbahnwaggon bestimmen Türen, Wandflächen und Graffiti die Komposition. Die Räume sind schmal, mehrere Rahmen liegen direkt hintereinander und das Sonnenlicht zeichnet helle Rechtecke auf den Boden.

Jennifer trägt dort ein weißes Crop-Top, eine helle Destroyed-Cargohose und weiße Sneaker. Die zurückhaltende Farbwahl gibt dem Auge eine ruhige Fläche innerhalb der vielen Strukturen des Waggons.

Am Knappensee verschwinden die geraden Linien. Dunkle Bäume, hohe Gräser, Schilf und unscharfe Pflanzen im Vordergrund übernehmen die Gestaltung. Das lange weiße Kleid bringt eine weichere Form in die Aufnahmen und verändert sich bereits durch kleine Bewegungen.

Verbunden werden beide Abschnitte durch die helle Kleidung, Jennifers lange schwarze Haare, ihre Tattoos und den goldenen Schmuck. Die Bildsprache wechselt deutlich, die Strecke bleibt trotzdem als zusammengehörende Serie erkennbar.

Urbaner Einstieg im verlassenen Eisenbahnwaggon

Obwohl ich den Eisenbahnwaggon bereits kannte, sah er an diesem Nachmittag wieder anders aus. Der Sonnenstand entschied darüber, welche Räume hell wurden, wo harte Lichtkanten entstanden und welche Türrahmen im Schatten blieben.

Für einen Teil der Aufnahmen positionierte ich Jennifer weiter hinten im Waggon. Zwischen Kamera und Model lagen mehrere Türen, Wandflächen und unscharfe Graffiti. Diese Ebenen führen den Blick durch den Raum und geben den Bildern Tiefe.

Jennifers helle Kleidung hebt sich deutlich von den dunkleren Durchgängen ab. Gleichzeitig bleibt die Location lesbar: die warme Holzdecke, die beschädigten Wandverkleidungen, das Graffiti und die Lichtflächen auf dem Boden.

Das reduzierte Outfit war für diese Umgebung eine gute Entscheidung. Der Waggon bringt bereits viele Farben und Strukturen mit. Weiß und helles Denim halten die Farbpalette zusammen, während Haare, Tattoos und Schmuck zusätzliche Akzente setzen.

35mm und 85mm im Eisenbahnwaggon

Im Waggon wechselte ich je nach Perspektive zwischen dem Sigma 35mm und dem Sigma 85mm. Beide Objektive kamen für weitere und engere Einstellungen zum Einsatz.

Durch die hintereinanderliegenden Türen fotografierte ich häufig mit dem 85mm. Die längere Brennweite verdichtet die räumlichen Ebenen. Türrahmen, Graffiti und Jennifer rücken optisch näher zusammen, während unscharfe Flächen im Vordergrund eine deutliche Rahmung bilden.

Das 35mm nutzte ich unter anderem für nähere Portraits. Im engen Innenraum konnte ich damit dicht an Jennifer herangehen und trotzdem Teile der Wand, des Fensters oder eines Türrahmens im Bild behalten. Die Aufnahmen bekommen dadurch eine unmittelbarere Wirkung, ohne den Bezug zur Location zu verlieren.

Der Wechsel zwischen beiden Brennweiten verändert den Raum deutlich. Das 85mm macht aus den Türen eine grafische Staffelung. Das 35mm bringt die Kamera näher an Jennifer und lässt den Waggon stärker um sie herum arbeiten.

Posing mit Türen, Wänden und Fensterlicht

Nach den ersten Aufnahmen durch die Räume wechselten wir an die Seitenwand und die Fenster des Waggons. Dort fiel das Licht seitlich auf Jennifer und gab dem Gesicht eine klare Richtung.

Wände, Fenster und Türrahmen waren gleichzeitig hilfreiche Ausgangspunkte für das Posing. Jennifer konnte sich anlehnen, eine Hand am Rahmen ablegen, die andere Hand in die Hosentasche nehmen oder eine Haarsträhne aufnehmen.

Von dort aus veränderten wir jeweils nur wenige Dinge:

  • die Schulter etwas weiter zur Kamera drehen

  • das Gewicht auf ein Bein verlagern

  • den Kopf in Richtung Fenster bewegen

  • direkt zur Kamera oder knapp an ihr vorbei schauen

  • die Hände zwischen zwei Aufnahmen neu positionieren

  • während des Übergangs kurz in Bewegung bleiben

Besonders gern mag ich den Wechsel zwischen den kontrollierteren Portraits und Jennifers offenem Lachen im Türrahmen. Solche Aufnahmen entstehen häufig zwischen zwei geplanten Positionen und bringen eine andere Energie in die fertige Galerie.

Erfahrung vor der Kamera ist für diese Arbeitsweise keine Voraussetzung. Ich gebe konkrete Hinweise und entwickle jede Einstellung in kleinen Schritten weiter. Einen Einblick in meinen Ablauf und weitere Serien findest du auf meiner Seite zu Portrait-Shootings in der Oberpfalz.

Vom Eisenbahnwaggon an den Knappensee

Nach dem urbanen Teil wechselte Jennifer in ein langes weißes Sommerkleid. Bereits der fließende Stoff gab der Serie eine andere Richtung.

Am Knappensee suchte ich zunächst nach Bereichen, die aus Kameraperspektive funktionieren. Eine schöne Landschaft allein ergibt noch keinen passenden Portrait-Hintergrund. Wichtig sind auch die Richtung des Lichts, der Abstand zwischen Person und Umgebung, nutzbare Vordergründe und genügend Raum für verschiedene Bildausschnitte.

Wir fanden einen dunkleren Waldabschnitt, Birken, hohe Gräser und später einen dicht bewachsenen Uferbereich mit Schilf. Besonders überrascht hat mich, wie üppig einige Stellen wirkten. Durch das dichte Grün und die warmen Lichtpunkte bekam die Umgebung stellenweise eine fast tropische Anmutung.

Das weiße Kleid vor dunklem Waldgrün

Die ersten Bilder am Knappensee entstanden in einem schattigeren Bereich. Jennifer stand näher an einer Lichtöffnung, während der Wald hinter ihr deutlich dunkler blieb.

Das weiße Kleid setzt sich dadurch sauber vom Grün ab. Gleichzeitig gibt der lange Rock mehrere Möglichkeiten für Hände und Bewegung. Jennifer konnte den Stoff leicht anheben, seitlich halten oder während einer Drehung wieder loslassen.

Für die engeren Portraits reichten kleine Veränderungen an Schultern, Händen und Blickrichtung. Bei den weiteren Einstellungen durfte sich der Stoff stärker bewegen und die Silhouette verändern.

Eines meiner Lieblingsbilder aus diesem Teil ist ein Querformat, in dem Jennifer mit geschlossenen Augen lacht. Die Aufnahme entstand während des Übergangs zwischen zwei Positionen und ergänzt die ruhigeren Portraits um einen leichteren Moment.

Ein weiteres Motiv fotografierte ich durch zwei unscharfe Baumstämme. Diese Idee greift die Rahmung aus dem Waggon wieder auf. Dort waren es Türen und Wandflächen, am See übernehmen Bäume und Pflanzen diese Aufgabe.

85mm als Basis, 35mm für Environmental Portraits

Am Ufer war das Sigma 85mm die dominante Brennweite. Es verdichtet den Wald und löst Blätter, Schilf und Lichtpunkte in größere Farbflächen auf. Das weiße Kleid bleibt deutlich gezeichnet, während das Grün weich zurücktritt.

Gerade an Stellen mit vielen kleinen Blättern und hellen Punkten beruhigt das 85mm den Hintergrund. Jennifer bleibt klar im Mittelpunkt, die Umgebung ist weiterhin als Wald- und Uferbereich erkennbar.

Für einige Environmental Portraits wechselte ich zum 35mm. Damit konnte ich mehr vom Weg, den Bäumen und dem bewachsenen Ufer zeigen. Diese Bilder erzählen stärker vom Ort und geben der Serie zwischendurch mehr Raum.

Das 35mm kam außerdem zum Einsatz, wenn ich bewusst mit Störern im Vordergrund arbeiten wollte. Gräser, Äste oder Baumstämme liegen dabei zwischen Kamera und Jennifer. Durch den geringen Abstand zur Kamera werden diese Elemente groß und weich abgebildet. Sie rahmen das Motiv ein und erzeugen zusätzliche Tiefe.

Beide Brennweiten erfüllen am See damit unterschiedliche Aufgaben. Das 85mm reduziert und verdichtet. Das 35mm öffnet die Umgebung und macht Vordergründe stärker spürbar.

Eine weitere Serie mit weißem Kleid, Waldlicht und Wasser findest du in meinem Beitrag über das Portrait-Shooting mit Tina am Steinberger See.

Schilf, Gegenlicht und eine fast tropische Stimmung

Weiter in Richtung Ufer wurde die Umgebung heller. Hinter Jennifer lagen nun hohes Schilf, Gräser und sonnenbeschienene Blätter. Das Grün bekam wärmere Nuancen und die Lichtpunkte im Hintergrund wurden größer.

Besonders gut funktionierte hier die Kombination aus dem weißen Kleid, den langen dunklen Haaren und dem seitlichen Gegenlicht. Die Sonne setzte helle Kanten an Haare und Schultern, während andere Bereiche im Schatten blieben.

In diesem Abschnitt arbeiteten wir stärker mit Haaren, Händen und kleinen Drehungen. Jennifer nahm einzelne Strähnen auf, führte die Hände locker vor dem Körper zusammen oder drehte sich etwas aus der Kamera heraus.

Diese kleinen Bewegungen reichten aus, um zwischen ruhigeren Portraits und leichteren, sommerlichen Aufnahmen zu wechseln.

Der Viltrox Vintage Z1 Pro im Gegenlicht

Durch das starke Gegenlicht konnte Jennifers Gesicht im Verhältnis zum Hintergrund schnell zu dunkel werden. An einigen Stellen setzte ich deshalb den Viltrox Vintage Z1 Pro mit geringer Leistung ein.

Der Blitz hob die Schatten im Gesicht leicht an. Waldgrün, Sonnenkanten und helle Flächen im Hintergrund blieben dabei sichtbar.

Gerade bei einem Shooting mit mehreren Positionen gefällt mir das kompakte Format. Ich konnte den Blitz schnell einsetzen und anschließend direkt mit der nächsten Perspektive weiterarbeiten.

Für den Viltrox Vintage Z1 Pro besteht keine Werbe- oder Affiliate-Kooperation. Er wird hier als tatsächlich verwendetes Equipment genannt.

Werbung – Bildbearbeitung und mein Setup bei diesem Shooting

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Der Look in der Nachbearbeitung

Der Look dieser Strecke lebt von zwei deutlich unterschiedlichen Farbräumen: den warmen Holz- und Beigetönen im Eisenbahnwaggon sowie dem dunklen Waldgrün, dem weißen Kleid und den helleren Uferbereichen am Knappensee.

In der Bearbeitung war mir wichtig, dass Jennifers Hauttöne über beide Abschnitte hinweg zusammenpassen. Gleichzeitig sollten die Locations ihre eigene Wirkung behalten. Der Waggon durfte etwas wärmer und rauer bleiben, während das Grün am See differenziert und lebendig aussehen sollte.

Auch die Zeichnung im weißen Kleid brauchte Aufmerksamkeit. Gerade in den helleren Gegenlichtaufnahmen sollte das Muster im Stoff sichtbar bleiben.

Für meine Bildbearbeitung nutze ich unter anderem die Presets von The Classic Presets. Sie dienen mir als Ausgangspunkt, den ich anschließend an Belichtung, Weißabgleich, Hauttöne und Location anpasse.

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Fotografie

Sony a7III: Amazon · Calumet

Sigma 35mm Art HSM ƒ1.4: Amazon · Calumet

Sigma 85mm DG DN Art ƒ1.4: Amazon · Calumet

Behind the Scenes und Video

Sony ZV-E1: Amazon · Calumet

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Zusätzlich verwendetes Equipment

Viltrox Vintage Z1 Pro

Für den Viltrox Vintage Z1 Pro besteht keine Werbe- oder Affiliate-Kooperation.

Das 35mm und das 85mm kamen an beiden Locations zum Einsatz. Im Waggon nutzte ich das 85mm unter anderem für verdichtete Perspektiven durch mehrere Türen. Das 35mm verwendete ich auch für nähere Aufnahmen, bei denen Teile der Umgebung im Bild bleiben sollten.

Am Knappensee war das 85mm die dominante Brennweite. Das 35mm ergänzte die Serie mit Environmental Portraits und Aufnahmen durch Gräser, Äste oder Baumstämme.

Sony ZV-E1, DJI Osmo Action 5 Pro, Viltrox 24mm, DJI Mic Mini und DJI RS 4 Mini nutze ich für begleitende Video- und Behind-the-Scenes-Aufnahmen.

Eine vollständige Übersicht findest du auf meiner Seite Mein Equipment.

Ein eigenes Portrait-Shooting in der Oberpfalz planen

Dieses Shooting zeigt, wie unterschiedlich eine Galerie innerhalb eines Nachmittags werden kann. Der Eisenbahnwaggon bringt Graffiti, räumliche Tiefe und grafische Rahmen. Am Knappensee übernehmen das weiße Kleid, Waldgrün, Schilf und Gegenlicht die Gestaltung.

Welche Richtung zu dir passt, hängt davon ab, wofür du die Bilder verwenden möchtest. Für ein Model-Portfolio, Social Media oder eine Website kann die Kombination aus zwei Looks besonders vielseitig sein. Für eine persönliche Portraitserie kann bereits eine sorgfältig gewählte Location genügend Abwechslung bieten.

Look, Outfits und Ablauf besprechen wir vorab gemeinsam. Während des Shootings begleite ich dich durch jede Einstellung und gebe konkrete Hinweise zu Händen, Haltung, Blickrichtung und Bewegung.

Weitere Arbeiten findest du in meinem Portrait-Portfolio.

Wenn du dir eine eigene Portraitserie vorstellen kannst, findest du weitere Informationen auf meiner Seite zu Portrait-Shootings in der Oberpfalz.

Für deine Idee, einen Termin oder eine Location kannst du mir über das Kontaktformular für Portrait-Shootings schreiben.

Weitere Serien und aktuelle Arbeiten findest du bei Florian Hauser Photography und auf meinem Instagram-Profil.

Model:@j3nnifer._

FAQ zum Portrait-Shooting am Knappensee

Eignet sich der Knappensee für ein Portrait-Shooting?

Die bewachsenen Wald- und Uferbereiche bieten dunklere Hintergründe, Birken, hohe Gräser und Schilf. Auf relativ kurzer Strecke lassen sich dadurch verschiedene Bildwirkungen umsetzen. Entscheidend ist, vor Ort passende Lichtöffnungen und genügend Abstand zum Hintergrund zu finden.

Welches Outfit passt zu einem Fotoshooting am Knappensee?

Helle Kleider und fließende Stoffe setzen sich gut von dunklem Waldgrün ab. Ein langer Rock bringt zusätzlich Bewegung in die Bilder und gibt den Händen während des Posings eine Aufgabe.

Kann man zwei Locations in einem Shooting miteinander verbinden?

Ja. Die Kombination funktioniert besonders gut, wenn Styling und Bildsprache auf beide Orte abgestimmt werden. Ein urbaner Abschnitt und eine stärker von Wald und Ufer geprägte Serie ergeben eine vielseitige Auswahl für Portfolio, Website oder Social Media.

Welche Brennweite eignet sich für Portraits am Knappensee?

Das 85mm eignet sich gut, um Wald, Schilf und Lichtpunkte im Hintergrund zu verdichten. Mit einem 35mm lässt sich mehr von der Umgebung zeigen. Es eignet sich außerdem für Aufnahmen, bei denen Gräser, Äste oder Baumstämme als unscharfer Vordergrund eingesetzt werden.

Brauche ich Erfahrung vor der Kamera?

Erfahrung ist keine Voraussetzung. Ich leite die einzelnen Einstellungen an und gebe Hinweise zu Händen, Haltung, Blickrichtung und Bewegung. Die Posen entwickeln sich während des Shootings aus einfachen Ausgangspositionen.

Wird bei Outdoor-Portraits immer ein Blitz verwendet?

Der größte Teil meiner Outdoor-Portraits entsteht mit dem vorhandenen Licht. Bei starkem Gegenlicht kann ein kompakter Blitz die Schatten im Gesicht leicht anheben, während Sonnenkanten und Hintergrund erhalten bleiben.

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Blumen, Wasser und Gegenlicht – Portrait-Shooting mit Tina am Steinberger See