Sprühfarbe, Pappelschatten und hohes Sommergrün – Lorenas erstes Portrait-Shooting in Regensburg
Von einer vollgesprühten Gasse in der Altstadt über eine Pappelallee an der Donau bis in eine wild zugewachsene Wiese: drei Bildwelten an einem Nachmittag – und für Lorena das allererste Mal vor einer Kamera.
An einem einzigen Nachmittag von einer engen, von oben bis unten besprühten Gasse mitten in der Regensburger Altstadt bis hinunter zur Pappelallee am Donauufer und am Ende in eine grün überwucherte Wiese voller hoher Gräser – das war der Weg, den ich mit Lorena gegangen bin. Drei Orte, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und genau das hat diese Serie für mich so spannend gemacht.
Lorena, auf Instagram als @lorena.ktn unterwegs, stand an diesem Tag nicht nur zum ersten Mal vor meiner Kamera, sondern überhaupt zum ersten Mal vor einer Kamera. Genau das finde ich rückblickend so schön an den Bildern: Man begleitet jemanden, der gerade erst herausfindet, wie sich das eigentlich anfühlt – und sieht von Location zu Location, wie das Posieren lockerer, freier und selbstverständlicher wird.
Fotografiert habe ich wie immer mit dem Licht, das vor Ort war – kein Blitz, keine künstliche Lichtformung, nur Sonne, Schatten und das, was die Umgebung an Reflexen und Halbschatten hergibt.
Graffiti-Gasse in der Altstadt – Sprühfarbe, enge Wände und ein urbaner Auftakt
Angefangen haben wir in einer dieser schmalen Durchgänge in der Regensburger Altstadt, deren Wände links und rechts komplett mit Graffiti, Tags und Stickern überzogen sind. Schmaler Backsteinboden, knapp zwei Armspannen breit, beide Seiten ein einziges Farbchaos – ein Ort, an dem die meisten einfach durchlaufen, der fotografisch aber Gold wert ist.
Lorena trug hier einen weißen Bodysuit, dazu einen schwarzen Used-Jeansrock mit auffälligen Zippern und gemusterte, kniehohe Stulpen über schwarzen Boots. Goldene Armreifen als Akzent. Dieser Look hat dem bunten Hintergrund genau das gegeben, was er gebraucht hat: eine klare, ruhige Fläche, an der sich das Auge festhalten kann, während ringsum die Wand tobt.
Die Pose hat sich fast von selbst angeboten. Beide Arme nach außen gegen die Wände gestützt, der Körper mittig im Gang – diese symmetrische Haltung füllt die enge Gasse perfekt aus und erzeugt sofort eine Achse, die den ganzen Rahmen trägt. Für jemanden, der zum ersten Mal vor der Kamera steht, ist so eine Pose ein echtes Geschenk: Sie gibt den Händen eine Aufgabe, den Schultern eine Linie und nimmt diese typische Unsicherheit am Anfang einfach raus.
Lichttechnisch funktioniert so eine Gasse wie ein riesiger Reflektor. Das Tageslicht fällt von oben hinein, die hellen Wandflächen werfen es weich zurück, und plötzlich liegt auf den Hauttönen ein gleichmäßiges, sauberes Licht ohne harte Kanten. Gearbeitet habe ich hier mit dem 35 mm. Die etwas weitere Brennweite nimmt beide Wände mit ins Bild, lässt die Fluchtlinien des Gangs in die Tiefe laufen und macht die Location damit zum eigentlichen Mitspieler, statt sie nur als Hintergrund zu benutzen.
Dieser erste Block ist der kantige, urbane Einstieg der Serie geworden: bunt, grafisch, ein bisschen frech – und ein starker Kontrast zu allem, was danach kam.
Pappelallee am Donauufer – mächtige Stämme, gefiltertes Licht und ein weicherer Ton
Vom Trubel der Altstadt sind wir runter an die Donau gegangen, in eine Allee aus alten Pappeln. Riesige, raue Stämme, ein Pfad aus altem Kopfsteinpflaster, und dahinter schimmert immer wieder das Wasser durch das Grün. Sobald wir dort standen, hat sich die ganze Stimmung gedreht – vom harten Beton der Gasse hin zu etwas Weichem, fast Märchenhaftem.
Auch das Outfit hat den Wechsel mitgemacht: ein cremeweißes Sommerkleid mit Herzausschnitt und schwingendem Rock, dazu wieder das warme Gold an Armen und Hals, später silberne Riemchen-Heels. Ein Look, der zu den ruhigen Linien der Allee passt und Lorena gleich eleganter, erwachsener und ein Stück verträumter zeigt.
Die mächtigen Baumstämme habe ich bewusst als Anker genutzt – eine Hand am Stamm, ein leichtes Eindrehen des Oberkörpers, der Rock in Bewegung. Solche kleinen Gesten geben einem Bild Leben, ohne dass es gestellt aussieht, und sie geben Lorena etwas zum Festhalten, an dem sie sich orientieren kann.
Hier kam das 85 mm zum Einsatz. Die längere Brennweite löst sie sauber vom Hintergrund, schmilzt die Pappeln und das Donauwasser zu weichen Lichtflecken und zieht die Tiefe der Allee angenehm zusammen. Das gefilterte Licht durch die Blätterdächer legt sich dabei sanft auf die Haut – ideal für die etwas näheren, ruhigeren Aufnahmen, die diesen Abschnitt prägen.
Wenn der erste Block laut und urban war, ist dieser hier das genaue Gegenstück: leise, sommerlich, mit viel Raum zum Atmen.
Wilde Wiese – hohes Gras, Brennnesseln und Sommergrün als Wand
Den Abschluss haben wir in einer halbschattigen Wiese gemacht, die fast komplett mit hohem Gras und Brennnesseln zugewachsen war. Im Hintergrund schimmern unscharf eine helle Hauswand und ein Holzzaun durch, davor steht Lorena buchstäblich im Grün, umgeben von einer dichten, leuchtenden Pflanzenwand.
Das weiße Kleid blieb, dazu kamen mehrere übereinander gestapelte Goldreifen an beiden Armen, die im Gegenlicht förmlich aufblitzen. Genau dieser Mix macht den Reiz dieser Bilder aus: Das satte, lebendige Grün rundherum lässt das Weiß strahlen und bringt das Gold zum Glühen. Man muss zwischen den Brennnesseln ein bisschen aufpassen, wo man steht – aber fotografisch ist diese grüne Hülle einfach ein Traum.
Auch hier habe ich mit dem 85 mm gearbeitet. Bei so einem unruhigen, kleinteiligen Hintergrund hilft die Brennweite enorm: Sie isoliert Lorena vom Gewusel der Blätter und verwandelt das Grün in ein cremiges Bokeh, vor dem sie klar herausgelöst steht. Das Licht kam halb von hinten und hat die Gräser und Blattränder zum Leuchten gebracht – ein warmer, leicht boho-angehauchter Abschluss für die Serie.
Was diese Strecke stark macht
Erstens: zwei Welten an einem Tag. Die harte, vollgesprühte Gasse und das weiche Flussgrün der Pappelallee könnten gegensätzlicher kaum sein – und gerade dieser Sprung macht aus drei Sets eine erzählte Strecke statt einer Aneinanderreihung.
Zweitens: Farbe als Bildträger. Im ersten Block trägt das Chaos der Graffiti das Bild, ab dem zweiten übernimmt das Zusammenspiel aus Weiß, Gold und sattem Grün. So bekommt jede Location ihre eigene visuelle Logik.
Drittens: Regensburg abseits der Postkarte. Keine Steinerne Brücke, kein Dom – sondern eine namenlose Gasse und ein Stück Donauufer, das man im Vorbeigehen kaum beachtet. Genau solche Orte machen eine Serie eigenständig.
Was bleibt
Am stärksten bleibt mir hängen, wie sehr man Lorena von Set zu Set ankommen sieht. In der engen Gasse war noch dieses vorsichtige Herantasten an Pose und Kamera, in der Allee wurde die Bewegung freier, und auf der Wiese stand am Ende jemand, der sichtlich Spaß daran gefunden hat, sich zeigen zu lassen.
Genau das macht ein erstes Shooting so besonders. Man baut gemeinsam eine kleine Bildsprache auf, probiert Orte und Licht aus, reagiert auf Outfitwechsel und Umgebung – und am Ende steht eine Serie, die von der ersten Gasse bis zur letzten Wiese eine echte Entwicklung erzählt. Wer mag, kann das gut mit einem sommerlichen Shooting am Steinberger See oder einem Wald-Shooting auf dem Weinberg in Schwandorf vergleichen – auch dort entsteht der Look vor allem aus Location, Farbe und vorhandenem Licht.
Graffiti-Gasse, Pappelallee, wilde Wiese. Drei Orte in Regensburg, ein Nachmittag und eine Strecke, die vor allem von Kontrast, Farbe und vorhandenem Licht lebt.
Lust auf deine eigene Serie?
Wenn du dir ein hochwertiges Outdoor-Portrait-Shooting in Regensburg oder der Oberpfalz vorstellen kannst – ob fürs Model-Portfolio, für Social Media, Personal Branding oder einfach für Bilder, die zu dir passen – dann lass uns gemeinsam eine Strecke planen, die zu deinem Stil passt.
Ich fotografiere on location: urban in der Altstadt, am Fluss, im Grünen oder an Orten, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken und genau deshalb funktionieren. Und falls du noch nie vor einer Kamera standest: Das ist überhaupt kein Problem. Lorena ging es genauso – ich führe dich Schritt für Schritt durch Haltung, Bewegung und Ausdruck, sodass du dich vom ersten Bild an gut aufgehoben fühlst.
DM auf Instagram – der schnellste Weg, ich antworte persönlich: @florian_hauser_photography
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Portfolio: Portfolio · Portraits: Portrait-Shootings
Regensburg, Schwandorf & Oberpfalz – Outdoor-Portraits, Model-Portfolios und urbane Strecken mit vorhandenem Licht.
Model: @lorena.ktn
FAQ – Häufige Fragen zum Portrait-Shooting in Regensburg
Wo kann man in Regensburg gut Portraits machen?
Sehr gut sogar. Neben den bekannten Motiven lohnen sich vor allem die kleinen, unscheinbaren Ecken: enge Gassen mit Graffiti in der Altstadt, das Donauufer mit seinen Alleen, alte Mauern, Innenhöfe und überwachsene Grünflächen. Solche Orte geben einer Serie Charakter, ohne dass jedes Bild sofort nach „Regensburg-Klischee“ aussieht.
Ist ein Shooting auch geeignet, wenn ich noch nie vor der Kamera stand?
Ja, absolut. Dieses Shooting war für Lorena das erste Mal vor einer Kamera überhaupt. Wichtig ist dann eine klare Führung: Ich gebe dir während des Shootings konkrete Hinweise zu Haltung, Händen, Bewegung und Ausdruck und baue mit dir Stück für Stück die Posen auf. Niemand muss vorher wissen, wie man posiert.
Wie viele Outfits sollte ich mitnehmen?
Zwei bis drei klar unterscheidbare Looks funktionieren am besten. In dieser Strecke war es ein urbaner Look mit Bodysuit und Jeansrock für die Altstadt und ein cremeweißes Sommerkleid für Allee und Wiese. Entscheidend ist nicht, dass die Outfits aufwändig sind, sondern dass sie zur Location passen und eine klare Silhouette ergeben.
Arbeitest du mit Blitz oder vorhandenem Licht?
In der Regel fotografiere ich mit dem Licht, das vor Ort ist. Ich suche gezielt nach Lichtkanten, weichen Schatten und Reflexen – zum Beispiel die hellen Wände einer Gasse, die das Licht wie ein Reflektor zurückwerfen, oder das gefilterte Licht durch ein Blätterdach. So bleiben die Bilder natürlich und passen zur Umgebung.
Urbane oder grüne Location – was passt besser?
Beides hat seinen Reiz, und oft ist die Mischung am stärksten. Genau das zeigt diese Serie: Die harte Graffiti-Gasse und das weiche Donaugrün an einem Nachmittag ergeben zusammen mehr Abwechslung als ein einzelner Look. Wir stimmen vorher gemeinsam ab, welche Richtung zu dir passt.
Eignet sich so eine Serie für Model-Portfolio oder Social Media?
Ja. Mehrere Locations und Looks ergeben eine vielseitige Galerie, die sich gut für Sedcard, Instagram, Website oder Personal Branding nutzen lässt. Unterschiedliche Bildwelten zeigen deutlich mehr Bandbreite als ein einzelnes Set. Mehr Beispiele findest du in meinem Portfolio.
Werbung – Der Look in der Nachbearbeitung
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Der Look dieser Strecke entsteht nicht nur am Set, sondern auch in der Bearbeitung. Gerade der Sprung von den kühlen, bunten Wänden der Gasse zum warmen Grün an der Donau war eine kleine Herausforderung: Die Hauttöne sollten über alle drei Locations konsistent bleiben, während Weiß und Gold sauber und nicht ausgewaschen wirken.
Für meine Bildbearbeitung nutze ich unter anderem die Presets von The Classic Presets. Sie helfen mir, Farben modern und ausgewogen zu halten, ohne dass die Bilder überbearbeitet aussehen. Wenn du ein Set suchst, das mit deinem eigenen Look funktioniert – mit dem Code HAUSER bekommst du 15 % Rabatt.
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Werbung – Mein Setup an diesem Tag
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Bei diesem Shooting tatsächlich im Einsatz waren das Sigma 35mm f/1.4 Art und das Sigma 85mm f/1.4 Art an der Sony a7 III. Mehr über mein Equipment kannst du hier lesen: www.florian-hauser-photography.de/mein-equipment