Sommerglut, Waldschatten und rotes Licht — Portrait-Shooting mit Caro am Steinberger See
Ein extrem heißer Tag, ein weites Feld, ein schattiger Waldweg und eine kleine Lichtung zwischen hohen Gräsern: Dieses Shooting mit Caro war kein klassisches Portrait-Shooting direkt am Ufer des Steinberger Sees. Wir waren zwar in der Gegend unterwegs, haben aber bewusst die ruhigeren Orte abseits des Wassers genutzt — dort, wo die Landschaft weniger offensichtlich ist und dafür mehr Raum für Bildstimmung lässt.
Caro, auf Instagram als @caroem.die unterwegs, stand damals zum ersten Mal vor meiner Kamera. Inzwischen haben wir schon häufiger zusammengearbeitet, aber genau deshalb ist dieses Shooting rückblickend besonders spannend: Man sieht den Anfang einer gemeinsamen Bildsprache. Noch nicht völlig eingespielt, aber bereits mit einer klaren Richtung. Rote Haare, starke Tattoos, sommerliches Licht und eine Location, die zwischen trockenem Feld, tiefem Waldgrün und weichem Licht immer wieder ihren Charakter verändert.
Gearbeitet wurde wie immer ausschließlich mit verfügbarem Licht. Kein Blitz, kein künstliches Set-up — nur Sonne, Schatten, Umgebung und das, was vor Ort passiert.
Offenes Feld — harte Sonne, weiter Himmel und maximale Sommerenergie
Den Anfang haben wir auf einem offenen Feld gemacht. Kein Seeufer, keine klassische Postkartenkulisse, sondern ein sandiger Weg, trockene Gräser, eine Waldkante im Hintergrund und darüber ein weiter Himmel mit klaren Wolken. Genau diese Mischung macht den Ort fotografisch interessant: Die Umgebung ist reduziert genug, um Caro nicht zu überlagern, gibt den Bildern aber trotzdem Weite und Tiefe.
Das Licht war an diesem Tag alles andere als einfach. Es war heiß, direkt und ziemlich kompromisslos. Normalerweise sucht man bei Portraits schnell nach weichem Schatten, aber hier durfte die Sonne sichtbar bleiben. Gerade in Kombination mit Caros roten Haaren, dem roten Top und später dem helleren Oberteil entstand ein Look, der sehr sommerlich, direkt und leicht editorial wirkt.
Der sandige Weg funktioniert dabei fast wie eine natürliche Führungslinie. Er zieht den Blick ins Bild, während die Waldkante im Hintergrund Ruhe schafft. Dadurch entstehen Portraits, die nicht nur von der Person leben, sondern auch von der Weite des Ortes.
Besonders spannend war der Farbkontrast: warmes Rot gegen kühles Grün, dunkle Shorts gegen helle Erde, Tattoos als grafisches Element gegen die weiche Unschärfe im Hintergrund. Das Feld war dadurch nicht einfach nur eine erste Location, sondern der visuelle Auftakt der Serie: laut, sonnig, offen und direkt.
Für solche Bilder ist Posing wichtig, das nicht zu klein wirkt. Auf einer offenen Fläche verliert man sich schnell, wenn die Körpersprache zu zurückhaltend ist. Arme über dem Kopf, klare Linien im Körper, seitliche Drehungen und bewusste Blicke in die Kamera geben dem Bild Halt. Genau das war hier entscheidend.
Waldweg — kühler Schatten, ruhige Linien und ein anderer Rhythmus
Nach der Hitze auf dem Feld war der angrenzende Wald fast wie ein Schnitt im Film. Plötzlich war das Licht weicher, der Hintergrund dunkler und die ganze Bildwirkung ruhiger. Der Waldweg brachte eine komplett andere Atmosphäre in die Strecke.
Der Weg selbst war fotografisch wichtig, weil er sehr klare Linien erzeugt. Links und rechts schließen die Bäume den Raum, während die Straße nach hinten in die Tiefe läuft. Dadurch entsteht ein natürlicher Tunnelblick auf Caro. Gleichzeitig sorgt das gefilterte Licht durch die Baumkronen dafür, dass die Hauttöne weicher wirken als draußen im offenen Feld.
Dieser Abschnitt war deutlich intimer. Weniger große Sommerweite, mehr Fokus auf Ausdruck, Blick und Nähe. Gerade bei den Close-ups funktionieren Caros rote Haare hier besonders stark: Vor dem dunklen Grün des Waldes setzen sie sich klar ab, ohne dass der Hintergrund unruhig wird.
Das helle Top bringt zusätzlich Leichtigkeit in den Look. Es nimmt dem Wald das Schwere, während die schwarzen Shorts und Tattoos die Bildsprache etwas kantiger halten. Für mich liegt genau darin die Stärke dieser Location: Sie wirkt natürlich, aber nicht beliebig. Ruhig, aber nicht brav.
Auch die sitzenden Posen auf dem Weg geben der Serie einen anderen Rhythmus. Während das Feld von Stand, Bewegung und Körperspannung lebt, entsteht hier mehr Nähe. Die Kamera kann tiefer gehen, der Hintergrund öffnet sich nach hinten, und der Wald wird nicht einfach Kulisse, sondern Rahmen.
Lichtung — rotes Kleid, weiches Grün und ein stärkerer Editorial-Look
Die dritte Location war eine kleine Lichtung zwischen Wald, Gras und offenen Lichtflächen. Hier hat sich der Look noch einmal verändert. Caro trug ein rotes Kleid, dazu schwarze High Heels mit Riemen — deutlich eleganter, stärker gestylt und näher an einem Editorial-Portrait als die ersten beiden Sets.
Das Rot des Kleides war in dieser Umgebung ein Geschenk. Gegen das Grün der Lichtung entsteht sofort Spannung, ohne dass man viel erklären muss. Die Farben tragen das Bild. Gleichzeitig ist das Licht hier weicher als auf dem offenen Feld, aber lebendiger als tief im Wald. Man bekommt helle Flächen, Schatten, kleine Lichtkanten und im Hintergrund genug Struktur, damit die Bilder Tiefe behalten.
Gerade die Ganzkörperportraits funktionieren hier stark, weil das Kleid eine klare Silhouette erzeugt. Die Haltung kann ruhig sein, fast reduziert, und trotzdem entsteht sofort Präsenz. Arme über dem Kopf, leichte Drehungen zur Seite, Blick über die Schulter — solche Bewegungen passen zu dieser Location, weil sie das Bild elegant halten, ohne künstlich zu wirken.
Für mich war die Lichtung der Teil des Shootings, in dem sich alles verbunden hat: die Farbe aus dem ersten Set, die Ruhe aus dem Wald und ein etwas stärkerer Fashion-/Editorial-Charakter. Es ist immer spannend, wenn eine Location nicht spektakulär aussehen muss, um auf Bildern zu funktionieren. Oft reicht eine gute Lichtkante, ein sauberer Hintergrund und ein Outfit, das mit der Umgebung arbeitet.
3 Dinge, die diese Location-Strecke stark machen
Erstens: drei Lichtwelten auf kurzem Weg. Das offene Feld war hart, hell und sommerlich. Der Waldweg war weicher, ruhiger und konzentrierter. Die Lichtung verband beides mit einem eleganteren Editorial-Look.
Zweitens: starke Farbkontraste. Caros rote Haare und das rote Kleid setzen sich extrem klar vom Grün der Umgebung ab. Dadurch entsteht eine Bildsprache, die sofort auffällt, ohne künstlich wirken zu müssen.
Drittens: kein offensichtlicher See-Look. Obwohl das Shooting in der Gegend um den Steinberger See entstanden ist, leben die Bilder nicht vom Wasser, sondern von Feld, Wald und Licht. Genau das macht die Serie eigenständiger.
Was bleibt
Rückblickend ist dieses Shooting für mich nicht nur wegen der Bilder interessant, sondern weil es der Anfang einer Zusammenarbeit war. Inzwischen habe ich häufiger mit Caro fotografiert, aber bei diesem ersten Termin musste sich vieles erst finden: Wie bewegt sich jemand vor der Kamera? Welche Bildsprache passt? Welche Art von Posing wirkt natürlich und welche Richtung fühlt sich für beide richtig an?
Genau das sieht man der Strecke positiv an. Sie hat noch diese erste Energie. Man testet Locations, probiert Licht, reagiert auf Hitze, Outfitwechsel und Umgebung — und am Ende entsteht eine Serie, die nicht wie ein einzelnes Set wirkt, sondern wie ein kleiner Weg durch drei unterschiedliche Bildräume.
Offenes Feld, schattiger Waldweg, Lichtung. Drei Orte, ein heißer Sommertag und ein Look, der vor allem durch Farbe, Kontrast und Available Light getragen wird.
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Model: @caroem.die
FAQ — Häufige Fragen zum Portrait-Shooting am Steinberger See
Muss ein Portrait-Shooting am Steinberger See direkt am Wasser stattfinden?
Nein. Genau das zeigt diese Strecke sehr gut. Die Gegend um den Steinberger See bietet auch abseits des Ufers viele starke Motive: offene Felder, Waldwege, Lichtungen, sandige Wege und ruhige Naturbereiche. Das Wasser kann schön sein, ist aber nicht zwingend notwendig, wenn Licht, Hintergrund und Styling zusammenpassen.
Eignet sich ein heißer Sommertag für ein Portrait-Shooting?
Ja, aber man muss bewusster planen. Bei starker Hitze sind Pausen, Schatten und kurze Wege wichtig. Fotografisch kann hartes Sommerlicht sehr spannend sein, wenn man es nicht zwanghaft versteckt. Offene Locations liefern Energie und Kontrast, während Wald und Schatten für ruhigere Portraits sorgen.
Welche Outfits funktionieren für ein Outdoor-Portrait-Shooting?
Am besten funktionieren zwei bis drei Looks, die sich klar voneinander unterscheiden. In dieser Strecke waren es ein sommerlicher Look mit Top und Shorts, ein helleres Outfit für den Waldweg und ein rotes Kleid für die Lichtung. Wichtig ist nicht, dass die Outfits kompliziert sind, sondern dass sie zur Location passen und eine klare Silhouette erzeugen.
Arbeitest du bei Outdoor-Portraits mit Blitz?
In der Regel arbeite ich bei meinen Portrait-Shootings ausschließlich mit vorhandenem Licht. Ich suche also vor Ort nach Lichtkanten, Schatten, Reflexionen und Hintergründen, die zur Person passen. Dadurch bleiben die Bilder natürlich und wirken weniger wie ein künstlich aufgebautes Set.
Ist ein solches Shooting auch für Anfänger vor der Kamera geeignet?
Ja. Gerade wenn jemand noch nicht oft vor der Kamera stand, ist eine klare Führung wichtig. Ich gebe während des Shootings Hinweise zu Haltung, Blickrichtung, Bewegung und kleinen Details. Ziel ist nicht, starre Posen nachzustellen, sondern eine Bildsprache zu finden, die zur Person passt.
Ist ein Outdoor-Shooting sinnvoll für Model-Portfolio oder Social Media?
Ja. Eine Serie mit mehreren Locations und Outfits kann sehr gut für Portfolioaufbau, Sedcard, Instagram, Website oder Personal Branding genutzt werden. Unterschiedliche Bildräume zeigen mehr Vielfalt als ein einzelnes Set und machen die Galerie später deutlich vielseitiger. Für mehr Inspiration kannst du dir gerne mein Portfolio ansehen: https://www.florian-hauser-photography.de/portfolio
Werbung — Der Look in der Nachbearbeitung
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Der Look dieser Strecke entsteht nicht nur am Set, sondern auch in der Bearbeitung. Gerade beim Sprung von hartem Feldlicht zu kühlem Waldschatten und weicher Lichtung war es wichtig, die Hauttöne konsistent zu halten, ohne das Rot der Haare und des Kleides zu verlieren.
Für meine Bildbearbeitung nutze ich unter anderem die Presets von The Classic Presets. Sie helfen dabei, Farben ruhig und modern zu halten, ohne dass die Bilder künstlich wirken. Wenn du nach einem Set suchst, das mit deinem eigenen Look funktioniert — mit dem Code HAUSER bekommst du 15 % Rabatt.
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