Nach dem Gewitter — Portraitshooting mit Kat im Regensburger Donaupark
Manchmal ist das beste Licht nicht das perfekte Licht.
Dieses Shooting mit Kat — auf Instagram @itskat. — fand direkt nach einem heftigen Gewitter im Regensburger Donaupark statt. Also genau in diesem Moment, in dem man kurz überlegt, ob man überhaupt noch fotografieren sollte. Die Wege waren nass, das Gras hing schwer vom Regen, der Himmel war noch unruhig, und überall lag diese frische, dichte Luft, die man nach einem Sommergewitter sofort erkennt.
Und genau das hat die Bilder gemacht.
Der Donaupark war an diesem Tag nicht glatt, sonnig und perfekt. Er war dunkelgrün, feucht, ein bisschen wild. Das Licht kam nicht zuverlässig, sondern in kurzen Fenstern. Mal war alles weich und gedämpft, mal brach plötzlich die Sonne durch und legte einen warmen Rand um Haare, Schultern und Gräser. Solche Situationen lassen sich nicht wirklich planen. Man muss sie lesen, schnell reagieren und manchmal einfach akzeptieren, dass nicht alles kontrollierbar ist.
Für Kat und mich war es außerdem das erste gemeinsame Shooting. Das ist immer spannend, weil man den gemeinsamen Rhythmus noch finden muss. Wie viel Anleitung ist gut? Wie viel Ruhe braucht der Moment? Welche Posen fühlen sich natürlich an? Gerade deshalb hat mir dieses Shooting so gefallen. Es war kein steifes Abarbeiten von Motiven, sondern ein langsames Reinkommen in die Stimmung.
Zwei Outfits, ein Park nach dem Regen und Available Light, das ständig seine Richtung geändert hat. Mehr brauchte es an diesem Abend eigentlich nicht.
Schwarzer Blazer, helle Jeans und nasses Grün
Das erste Outfit hatte etwas sehr Klares: schwarzer Blazer, schwarze Weste, helle Jeans, Schmuckdetails. Ein Look, der genauso gut in einer urbanen Umgebung funktionieren würde. Genau dieser Kontrast hat ihn im Donaupark spannend gemacht.
Zwischen hohem Gras, dunklen Bäumen und diesem satten Grün nach dem Gewitter wirkte der schwarze Stoff sofort wie ein ruhiger Anker im Bild. Nicht verspielt, nicht romantisch, sondern modern, clean und selbstbewusst. Das war ein guter Einstieg für ein erstes Shooting, weil der Look Haltung gibt. Man muss ihn nicht überinszenieren. Er steht für sich.
Am Anfang haben wir viel mit Nähe gearbeitet. Wenig Ablenkung, weiche Hintergründe, der Fokus auf Blick, Hände und Körperhaltung. Kat war noch ruhig, eher kontrolliert, aber genau das passte gut zu diesem ersten Set. Die Bilder haben dadurch eine sehr klare Portraitwirkung: direkter Blick, wenig Bewegung, viel Präsenz.
Ich mag an dieser Phase besonders, dass sie nicht nach typischem Parkshooting aussieht. Der Donaupark ist zwar erkennbar grün und natürlich, aber die Bildsprache bleibt eher editorial. Das nasse Gras, die dunkleren Schatten und die weichen Baumflächen im Hintergrund geben den Bildern Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Später haben wir den Look etwas geöffnet. Der Weg, der Pavillon im Hintergrund und die höheren Gräser bringen mehr Umgebung in die Serie. Dadurch entsteht mehr Geschichte. Man sieht nicht nur ein Portrait, sondern bekommt ein Gefühl für den Ort: Regensburg nach Regen, alles noch frisch, die Luft klar, die Farben schwerer als an einem normalen Sommertag.
Besonders schön waren die Momente, in denen aus der ruhigen Pose plötzlich ein echtes Lächeln wurde. Gerade bei einem ersten Shooting sind solche Bilder wichtig. Sie zeigen, dass die Stimmung nicht nur professionell war, sondern auch locker. Das nimmt der Serie die Strenge und macht sie nahbarer.
Der spannendste Teil kam dann mit dem Gegenlicht. Nach dem Gewitter brach die Sonne immer wieder durch, aber nie lange. Wir mussten also schnell arbeiten: ein paar Schritte drehen, den Winkel ändern, schauen, wo das Licht ins Haar fällt und wo das Gras im Vordergrund anfängt zu leuchten.
Einige Bilder aus dieser Phase sind bewusst dunkler. Nicht alles ist gleichmäßig ausgeleuchtet, nicht jede Kontur ist perfekt offen. Aber genau das passt zu diesem Abend. Es war kein Studio-Licht. Es war echtes Licht nach einem Gewitter — mit Schatten, Reflexen, feuchten Gräsern und kurzen Sonnenfenstern.
Für mich zeigt dieses erste Outfit sehr gut, dass Natur nicht automatisch weich oder romantisch wirken muss. Outdoor kann auch modern sein. Clean. Ruhig. Selbstbewusst. Und manchmal bekommt genau so ein Look durch eine nasse, dunkle Umgebung erst die Tiefe, die ihn interessant macht.
Rosé im hohen Gras — der weichere Teil des Shootings
Mit dem zweiten Outfit hat sich die Stimmung komplett verändert.
Das roséfarbene Kleid brachte sofort mehr Wärme in die Serie. Nach dem schwarzen Look wirkte es weicher, femininer und sommerlicher — aber durch die Umgebung nicht kitschig. Das war wichtig. Der Donaupark war nach dem Gewitter immer noch dunkelgrün, teilweise schattig und feucht. Dadurch bekam das Kleid einen schönen Gegenpol: warmes Rosé vor sattem Grün.
Gerade diese Farbkombination hat stark funktioniert. Das Kleid hebt sich klar vom Hintergrund ab, ohne hart zu wirken. Dazu die schwarze Schleife im Haar, die feinen Schmuckdetails und das weiche Licht zwischen den Bäumen. Der Look wurde romantischer, aber blieb erwachsen.
Wir sind zunächst im hohen Gras geblieben. Das war einer dieser Spots, die eigentlich unscheinbar sind. Kein spektakulärer Hintergrund, kein offensichtliches Motiv. Nur Wiese, Bäume und Tiefe. Aber nach dem Regen hatte das Gras eine andere Präsenz. Es wirkte voller, dunkler, lebendiger. Die kleinen gelben Blüten und hellen Gräser im Vordergrund haben den Bildern zusätzlich Struktur gegeben.
Die ersten Motive in diesem Outfit sind eher ruhig. Kat steht im Gras, der Blick geht zur Seite, das Kleid fällt weich, die Hände bleiben nah am Körper. Das sind keine großen Posen, aber genau dadurch wirken sie natürlich. Es geht nicht darum, möglichst viel zu machen, sondern die Stimmung zu halten.
Später sind wir näher herangegangen. Gerade die Portraits funktionieren bei diesem Outfit besonders gut. Der grüne Hintergrund löst sich weich auf, das Rosé bleibt warm, und die schwarze Schleife setzt einen kleinen, grafischen Akzent. Das gibt den Bildern etwas Wiedererkennbares, ohne dass es zu gestylt wirkt.
Ich finde diese Mischung aus Ruhe und Nähe besonders stark. Einige Bilder wirken sehr elegant, andere etwas offener und sympathischer. Genau dieser Wechsel ist wichtig, weil er zeigt, dass ein Shooting nicht nur aus „perfekten“ Posen besteht. Die besten Serien leben davon, dass sie mehrere Seiten zeigen: ruhig, nahbar, stark, weich, manchmal auch einfach kurz echt.
Ein schöner Teil dieses Sets waren die Drehungen und Rückenposen. Das Kleid bekommt dadurch mehr Bewegung, und Kat wirkt nicht statisch im Bild. Ein Blick über die Schulter, eine leichte Drehung, ein Schritt im Gras — kleine Veränderungen reichen oft, damit eine Serie lebendig bleibt.
Zum Ende hin wurde das Licht wieder stärker. Die Sonne kam tiefer durch die Bäume, und plötzlich war dieser warme Rand im Haar da. Genau diese Momente liebe ich bei Available-Light-Shootings. Man wartet nicht auf das perfekte Setup, sondern auf den richtigen Augenblick. Zwischen zwei Baumstämmen, mit starkem Gegenlicht und dunkler Rinde im Hintergrund, bekam das roséfarbene Kleid noch einmal eine ganz andere Wirkung. Weniger weich, fast schon filmisch.
Das zweite Outfit hat für mich deshalb eine andere Qualität als das erste. Es ist nicht so clean und kontrastreich. Es ist ruhiger, wärmer und emotionaler. Aber es profitiert genauso von der Gewitterstimmung. Ohne das nasse Grün, die dunkleren Schatten und die kurzen Lichtfenster wären die Bilder vermutlich viel glatter geworden. So haben sie mehr Charakter.
Warum dieses Shooting genau so funktioniert hat
Was mir an dieser Serie besonders gefällt: Sie fühlt sich nicht komplett geplant an.
Natürlich gab es Outfits. Natürlich gab es eine Location. Natürlich gab es eine Richtung. Aber der eigentliche Charakter kam durch das, was an diesem Tag passiert ist: das Gewitter vorher, die nassen Wege, das dunkle Gras, das wechselnde Licht, die kurzen Sonnenmomente.
Das erste Outfit lebt vom Kontrast. Schwarz gegen Grün. Blazer gegen Wiese. Moderne Linien gegen Natur nach dem Regen. Dadurch entsteht eine Bildsprache, die selbstbewusst und hochwertig wirkt, ohne laut zu sein.
Das zweite Outfit bringt eine weichere Ebene hinein. Das roséfarbene Kleid, das hohe Gras, die warmen Lichtkanten und die ruhigen Posen machen die Serie femininer und emotionaler. Gleichzeitig bleibt sie durch das Umfeld geerdet. Kein übertrieben romantischer Look, sondern ein natürlicher Moment mit etwas mehr Tiefe.
Und Kat hat diese Wechsel sehr gut mitgetragen. Für ein erstes gemeinsames Shooting war da schnell Vertrauen da. Man sieht in den Bildern, wie sich das Ganze entwickelt: erst ruhiger, dann freier, dann immer sicherer. Genau das ist für mich oft der schönste Teil eines Portraitshootings. Nicht nur das fertige Bild, sondern der Weg dorthin.
Am Ende war das Gewitter nicht das Problem, sondern der Grund, warum diese Bilder so wirken.
Manchmal braucht ein Shooting keine perfekte Wetter-App-Prognose. Manchmal reicht es, wenn man draußen bleibt, wenn alle anderen schon wieder zusammenpacken würden.
Ein Portrait-Shooting anfragen — Regensburg & Oberpfalz
Wenn du dir vorstellst, wie dein eigenes Shooting aussehen könnte — schreib mir.
Keine perfekte Location nötig. Kein aufwändiges Styling-Konzept. Nur gutes Licht, ein Ort, der zu dir passt — und die Bereitschaft, dich auf eine Stimmung einzulassen. Ob klassisch, urban oder genau so natürlich wie dieses Shooting: Ich finde den Ansatz, der zu dir passt.
Direkt per DM auf Instagram oder über meine Website:
www.florian-hauser-photography.de
Model: @itskat.
Der Look in der Nachbearbeitung — Presets
Werbung / Affiliate-Link
Die Stimmung dieser Bilder entsteht nicht nur beim Shooting — sondern auch in der Nachbearbeitung. Für meinen Editing-Workflow nutze ich die Presets von The Classic Presets. Sie ahmen die Ästhetik von analogem Film nach und kommen bei natürlichem Licht in der Portraitfotografie genau dann zur Geltung, wenn man es braucht: Das warme, leicht zurückgenommene Finish, das ich bei Outdoor-Shootings wie diesem suche, lässt sich damit schnell, unkompliziert und konsistent erreichen — ohne dass jedes Bild neu interpretiert werden muss.
Gerade bei diesem Shooting war mir wichtig, das tiefe Grün nach dem Gewitter nicht künstlich wirken zu lassen und die Hauttöne trotzdem sauber zu halten. Die Bilder sollten warm und filmisch bleiben, aber nicht übertrieben bearbeitet aussehen.
Wenn du auf der Suche nach einem Preset-Set bist, das Hauttöne sauber lässt und trotzdem Charakter hat: Mit dem Code HAUSER bekommst du
15 % Rabatt.
→ The Classic Presets — theclassicpresets.com
Affiliate-Link: Ich erhalte eine Provision, wenn du über diesen Link kaufst — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Mein Setup für dieses Shooting
Werbung / Affiliate-Links: Alle nachfolgenden Links sind Affiliate-Links zu Amazon und Calumet. Wenn du darüber einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Sony a7III
Amazon: https://amzn.to/3MktvdE
Calumet: https://tidd.ly/49jfp7X
Sony ZV-E1
Amazon: https://amzn.to/3WH2eqR
Calumet: https://tidd.ly/4tHlNyb
DJI Osmo Action 5 Pro
Amazon: https://amzn.to/4qLGUOK
Calumet: https://tidd.ly/494Q7ud
Sigma 35mm DG ƒ1.4
Amazon: https://amzn.to/46WJJTJ
Calumet: https://tidd.ly/49hQi5o
Sigma 50mm DG ƒ1.4
Amazon: https://amzn.to/3yZQUh9
Calumet: https://tidd.ly/48sTR8H
Sigma 85mm DG DN ƒ1.4
Amazon: https://amzn.to/3WW8WsF
Calumet: https://tidd.ly/4djuQyv
Viltrox 24mm ƒ1.8
Amazon: https://amzn.to/4orgTCE
Calumet: https://tidd.ly/4d0cylB
DJI Mic Mini
Amazon: https://amzn.to/4nHYroj
Calumet: https://tidd.ly/48zFDCV
DJI RS 4 Mini mit Tracking-Unit
Amazon: https://amzn.to/4oZ1KZp
Calumet: https://tidd.ly/4uaR5gw