Portraitshooting in Regensburg mit Yulia — urbane Altstadt, Donau und Stadtamhof
Manchmal sieht man einem Shooting nicht an, unter welchen Bedingungen es entstanden ist.
Diese Serie mit Yulia wirkt auf den ersten Blick ruhig, warm und fast ein bisschen spätsommerlich: weiches Licht, klare Linien, urbane Gassen, Donauufer, Steinstrukturen und eine sehr kontrollierte, moderne Bildsprache. Tatsächlich war es aber ein kalter Tag im Januar — und für Yulia und mich war es das erste gemeinsame Shooting.
Genau das macht diese Serie für mich besonders.
Ein erstes Shooting ist immer ein kleines Herantasten. Man kennt den Rhythmus des anderen noch nicht, weiß noch nicht genau, welche Bewegungen funktionieren, welche Blickrichtung passt und wie schnell man gemeinsam in einen Flow kommt. Bei Yulia ging das erstaunlich schnell. Ihre Ausstrahlung war von Anfang an ruhig, präsent und sehr klar.
Yulia:
https://www.instagram.com/dare_.to_dream/
Für dieses Portraitshooting sind wir durch verschiedene Bereiche in Regensburg gezogen: eine enge Graffiti-Gasse in der Nähe des Dultplatzes, den Bereich unter der Steinernen Brücke, die Donaupromenade vor dem Haus der Bayerischen Geschichte und zum Abschluss die Gassen in Stadtamhof.
Vier Orte, ein Look, ein Nachmittag — aber vier komplett unterschiedliche Bildstimmungen.
Warum Regensburg für Portraitshootings so gut funktioniert
Regensburg ist für Portraits unglaublich vielseitig. Man muss nicht weit laufen, um völlig unterschiedliche Kulissen zu bekommen: enge Altstadtgassen, historische Steinstrukturen, moderne Architektur, Donauufer, Kopfsteinpflaster, Brücken, Mauern und offene Plätze.
Genau das ist für ein Portraitshooting ideal. Die Location muss nicht perfekt sein. Sie muss etwas anbieten: Tiefe, Textur, Licht, Linien oder eine Stimmung, auf die man reagieren kann.
Gerade bei einem ersten gemeinsamen Shooting hilft diese Abwechslung enorm. Man startet an einem Ort, der Halt gibt, und entwickelt die Bildsprache Schritt für Schritt weiter. Am Anfang geht es oft darum, ins Shooting hineinzufinden. Später werden Posen, Blickrichtungen und Bewegungen freier. Genau diesen Verlauf sieht man in dieser Serie sehr schön.
Yulias Outfit hat dabei einen klaren roten Faden gesetzt: schwarzes ärmelloses Crop-Top, helle Jeans, schwarzer Gürtel und schwarze Boots. Der Look ist modern, urban und reduziert genug, um an verschiedenen Orten zu funktionieren. In der Graffiti-Gasse wirkt er kantig, unter der Steinernen Brücke etwas eleganter, an der Donaupromenade fast editorial und in Stadtamhof wieder stärker wie ein klassisches City-Portrait.
Später kam noch eine schwarze Lederjacke dazu. Nicht nur als Stilmittel, sondern auch, weil es schlicht kalt war. Trotzdem bleibt die Serie visuell geschlossen.
Location 1 — Enge Graffiti-Gasse in der Nähe des Dultplatzes
Gestartet haben wir in einer schmalen Gasse voller Graffiti in der Nähe des Dultplatzes.
Das ist kein Ort, an dem man im Vorbeigehen sofort denkt: Hier muss man unbedingt fotografieren. Die Wände sind eng, rau, unruhig und voller Spuren. Alte Farbe, Graffiti, dunkle Stellen, beschädigte Oberflächen, schmale Lichtstreifen. Gerade deshalb funktioniert dieser Spot für Portraits so gut.
Die Gasse bringt sofort Spannung ins Bild. Sie rahmt Yulia ein, zieht den Blick in die Tiefe und gibt den Posen eine natürliche Aufgabe. Man kann mit den Wänden arbeiten, sich anlehnen, die Hände einsetzen, den Körper drehen, Blickrichtungen verändern oder mit der Enge des Raums spielen.
Für den Einstieg war das perfekt.
Yulia musste nicht einfach frei im Raum stehen. Die Location hat ihr Halt gegeben. Die Hände an den Wänden, das Anlehnen, der Blick über die Schulter, die Posen mit angewinkeltem Bein — all das entsteht an so einem Ort viel natürlicher als auf einer offenen Fläche.
Visuell lebt diese erste Serie vom Kontrast. Die Gasse ist rau und laut, Yulia wirkt ruhig und kontrolliert. Die Wände bringen Unruhe, ihr Styling bringt Klarheit. Das schwarze Top und die Boots geben dem Look eine urbane Kante, während die hellen Jeans den Bildaufbau etwas leichter machen.
Besonders stark sind hier die Bilder, in denen die Tiefe der Gasse sichtbar bleibt. Der Hintergrund verschwimmt, die Wände laufen nach hinten zusammen, und Yulia bleibt klar im Fokus. Dadurch entsteht eine Mischung aus Streetstyle, Portrait und Editorial.
Für ein erstes gemeinsames Shooting war diese Location ein guter Einstieg: direkt, urban, nah und mit genügend Struktur, um schnell in einen gemeinsamen Rhythmus zu kommen.
Location 2 — Unter der Steinernen Brücke
Danach sind wir unter die Steinerne Brücke gewechselt.
Die Stimmung wurde sofort eine andere. Weg von Graffiti und Enge, hin zu Naturstein, Wasser, altem Pflaster und dieser typischen Regensburger Struktur, die man sofort spürt, auch wenn sie nicht plakativ gezeigt wird.
Ich mag solche Orte, weil sie Regensburg erzählen, ohne dass man eine offensichtliche Postkartenperspektive braucht. Eine Steinwand, ein Brückenbogen, Licht auf altem Mauerwerk — oft reicht das völlig aus. Das Portrait bleibt im Mittelpunkt, aber die Stadt ist trotzdem spürbar.
Unter der Brücke wurde die Serie weicher. Der gleiche Look, der in der Graffiti-Gasse noch sehr urban und kantig wirkte, bekam hier eine ruhigere, fast elegantere Richtung. Das schwarze Top blieb grafisch und klar, aber das warme Licht und die Steinfarben nahmen etwas Härte heraus.
Besonders schön war das Gegenlicht. Es legte sich an die Haare, zeichnete kleine Lichtkanten und brachte Wärme in eine Serie, die eigentlich mitten im Winter entstanden ist. Genau dieser Gegensatz gefällt mir an den Bildern sehr: Man sieht ihnen die Kälte kaum an. Stattdessen wirken sie ruhig, kontrolliert und fast filmisch.
Wir haben hier viel mit Sitzen, Anlehnen und halbnahen Portraits gearbeitet. Die Steinstruktur durfte sichtbar bleiben, aber nie lauter werden als Yulia selbst. Der Fokus lag auf Haltung, Blick und kleinen Bewegungen.
Diese Location ist der erste große Stimmungswechsel des Shootings: weniger Street, mehr Licht. Weniger Enge, mehr Regensburg.
Location 3 — Donaupromenade vor dem Haus der Bayerischen Geschichte
An der Donaupromenade vor dem Haus der Bayerischen Geschichte wurde die Serie deutlich moderner.
Nach der engen Graffiti-Gasse und den historischen Steinflächen unter der Brücke wirkt dieser Bereich fast clean: Beton, klare Architektur, offene Flächen, Geländer, moderne Gebäude und die Donau im Hintergrund.
Genau deshalb war diese Location wichtig für die Serie. Sie bringt eine andere Bildsprache hinein. Weniger Altstadtromantik, weniger rohe Textur — dafür mehr Ruhe, Linie und Urbanität.
Die niedrige Betonmauer war ein sehr guter Anker für das Posing. Yulia konnte sich abstützen, den Oberkörper leicht drehen, die Arme einsetzen oder mit dem Blick aus dem Bild arbeiten. Gerade die halbnahen Portraits an dieser Stelle wirken sehr kontrolliert und hochwertig.
Das Licht war hier kühler als unter der Brücke. Mehr Winterluft, weniger Gold. Die Farben sind reduzierter: Grau, Beton, Schwarz, Denim, etwas Blau im Himmel. Dadurch bekommen die Bilder eine sehr klare, moderne Wirkung.
Dieser Teil des Shootings zahlt für mich besonders stark auf Professionalität ein. Die Bilder wirken weniger zufällig, mehr wie eine bewusst reduzierte Portraitstrecke. Gerade für Personal Branding, Sedcards, Social Media oder moderne Portraits ist so eine Bildsprache sehr interessant, weil sie hochwertig wirkt, ohne künstlich zu sein.
Später haben wir die schwarze Lederjacke eingebaut. Sie hat den Look noch einmal verändert: mehr Streetstyle, mehr Kante, mehr Realität. Gleichzeitig erklärt sie subtil die Jahreszeit, ohne dass die Serie plötzlich nach klassischem Wintershooting aussieht.
Besonders schön sind hier die Bilder mit Donau und warmen Reflexen im Hintergrund. Man erkennt nicht zwingend ein klassisches Wahrzeichen, aber man spürt Regensburg: Wasser, Licht, Architektur und Stadtatmosphäre.
Für mich ist diese Location der modernste Teil der Serie.
Location 4 — Gassen in Stadtamhof
Zum Abschluss sind wir nach Stadtamhof gewechselt.
Stadtamhof hat eine ganz eigene Ruhe. Die Gassen wirken enger, klassischer und wärmer als die Donaupromenade. Kopfsteinpflaster, schmale Häuser, helle Fassaden, etwas Licht am Ende der Straße — alles wirkt reduzierter und gleichzeitig atmosphärischer.
Nach der modernen Donaupromenade war das der perfekte Abschluss. Die Serie kam wieder stärker zurück in die Altstadt, aber nicht zurück zur rauen Stimmung der Graffiti-Gasse. Stadtamhof wirkt weicher, ruhiger und zeitloser.
Das Licht in der Gasse war besonders schön. Es kam von hinten, sehr weich, mit warmen Reflexen im Hintergrund. Dadurch entstand diese Tiefe, die ich bei Portraits in engen Gassen sehr mag: vorne ein klarer Ausdruck, hinten ein weicher Lichtverlauf.
Hier wurde Yulias Körpersprache noch einmal besonders stark. Arme über dem Kopf, direkter Blick, Hände an der Hüfte, seitliche Drehungen, Sitzposen auf dem Kopfsteinpflaster. Die Posen wirken selbstbewusst, aber nicht übertrieben. Genau diese Balance ist wichtig: stark genug, um hängen zu bleiben, aber natürlich genug, damit das Bild nicht gestellt wirkt.
Die Sitzbilder auf dem Kopfsteinpflaster gehören für mich zu den ruhigsten Momenten der Serie. Der Blick geht nicht laut in die Kamera, sondern bleibt eher nach innen gerichtet. Das bringt eine andere Ebene hinein — weniger Fashion-Pose, mehr Stimmung.
Stadtamhof schließt das Shooting deshalb sehr gut ab: urban, aber nicht hart. Warm, aber nicht kitschig. Klassisch Regensburg, aber trotzdem modern.
Was dieses Shooting besonders macht
Dieses Shooting lebt nicht von einer einzelnen spektakulären Location. Es lebt vom Wechsel.
Die Graffiti-Gasse bringt den urbanen Einstieg.
Die Steinerne Brücke gibt Licht, Steinstruktur und Regensburg-Charakter.
Die Donaupromenade macht die Serie moderner und reduzierter.
Stadtamhof bringt zum Abschluss Tiefe, Kopfsteinpflaster und Altstadtstimmung.
Was alles zusammenhält, ist Yulias Präsenz. Sie wirkt in jeder Umgebung ruhig, sicher und sehr klar. Gerade weil es unser erstes gemeinsames Shooting war, finde ich das bemerkenswert. Man sieht den Bildern nicht an, dass wir uns erst finden mussten. Die Serie wirkt geschlossen, als wäre die Bildsprache von Anfang an da gewesen.
Auch der Januar-Kontext macht das Shooting spannender. Die Bilder sehen nicht nach Kälte aus. Sie sehen nach sauberem Licht, guter Locationwahl und konzentrierter Umsetzung aus. Genau das ist für mich ein wichtiger Punkt bei Portraitshootings: Man ist nicht komplett von perfekten Bedingungen abhängig. Man muss nur wissen, welche Orte bei welchem Licht funktionieren — und wie man daraus eine Bildserie baut, die am Ende stimmig wirkt.
Regensburg bietet dafür unglaublich viele Möglichkeiten.
Manchmal reicht eine Gasse.
Manchmal eine Wand.
Manchmal eine Betonmauer an der Donau.
Manchmal ein Stück Kopfsteinpflaster im richtigen Licht.
Der Rest entsteht aus Blick, Haltung, Vertrauen und dem gemeinsamen Rhythmus vor der Kamera.
Für wen so ein Shooting interessant ist
Ein urbanes Portraitshooting wie dieses eignet sich nicht nur für Models oder Menschen mit viel Erfahrung vor der Kamera.
Gerade wenn du moderne Bilder von dir möchtest — für Social Media, Dating-Profil, Personal Branding, Sedcard, Website, Bewerbung, Musikerprofil oder einfach für dich selbst — kann so ein Shooting sehr gut funktionieren.
Du musst nicht wissen, wie du posen sollst.
Du musst nicht mit einer fertigen Idee kommen.
Du brauchst auch keine perfekte Location.
Wichtiger ist, dass wir gemeinsam einen Look finden, der zu dir passt: ruhig, urban, natürlich, etwas eleganter oder stärker in Richtung Editorial. Regensburg und die Oberpfalz bieten dafür mehr als genug Möglichkeiten.
Viele gute Portraits entstehen nicht, weil jemand „perfekt posen“ kann. Sie entstehen, wenn Licht, Ort und Anleitung zusammenpassen — und man sich während des Shootings Stück für Stück sicherer fühlt.
Ein Portrait-Shooting anfragen — Regensburg & Oberpfalz
Wenn du dir vorstellst, wie dein eigenes Shooting aussehen könnte — schreib mir.
Egal ob du schon konkrete Vorstellungen hast oder einfach nur weißt, dass du gerne hochwertige Bilder von dir hättest: Wir finden gemeinsam einen Ansatz, der zu dir passt.
Direkt per DM auf Instagram oder über meine Website:
www.florian-hauser-photography.de
Der Look in der Nachbearbeitung — Presets
Werbung / Affiliate-Link
Die Stimmung dieser Bilder entsteht nicht nur beim Shooting, sondern auch in der Nachbearbeitung. Für meinen Editing-Workflow nutze ich die Presets von The Classic Presets. Sie orientieren sich an der Ästhetik von analogem Film und passen besonders gut zu natürlichem Licht in der Portraitfotografie.
Gerade bei Serien wie dieser ist mir wichtig, dass Hauttöne sauber bleiben, das Licht natürlich wirkt und die Farben nicht künstlich werden. Die Presets helfen mir dabei, einen konsistenten Look zu erreichen, ohne jedes Bild komplett neu aufzubauen.
Wenn du auf der Suche nach einem Preset-Set bist, das Hauttöne natürlich lässt und trotzdem Charakter hat: Mit dem Code HAUSER bekommst du 15 % Rabatt.
→ The Classic Presets: theclassicpresets.com
Affiliate-Link: Ich erhalte eine Provision, wenn du über diesen Link kaufst — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Mein Setup für dieses Shooting
Werbung / Affiliate-Links: Alle nachfolgenden Links sind Affiliate-Links zu Amazon und Calumet. Wenn du darüber einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Sony a7III
Amazon: https://amzn.to/3MktvdE
Calumet: https://tidd.ly/49jfp7X
Sony ZV-E1
Amazon: https://amzn.to/3WH2eqR
Calumet: https://tidd.ly/4tHlNyb
DJI Osmo Action 5 Pro
Amazon: https://amzn.to/4qLGUOK
Calumet: https://tidd.ly/494Q7ud
Sigma 35mm DG ƒ1.4
Amazon: https://amzn.to/46WJJTJ
Calumet: https://tidd.ly/49hQi5o
Sigma 50mm DG ƒ1.4
Amazon: https://amzn.to/3yZQUh9
Calumet: https://tidd.ly/48sTR8H
Sigma 85mm DG DN ƒ1.4
Amazon: https://amzn.to/3WW8WsF
Calumet: https://tidd.ly/4djuQyv
Viltrox 24mm ƒ1.8
Amazon: https://amzn.to/4orgTCE
Calumet: https://tidd.ly/4d0cylB
DJI Mic Mini
Amazon: https://amzn.to/4nHYroj
Calumet: https://tidd.ly/48zFDCV
DJI RS 4 Mini mit Tracking-Unit
Amazon: https://amzn.to/4oZ1KZp
Calumet: https://tidd.ly/4uaR5gw