Graffiti, Kopfstein, Gegenlicht — Portrait-Shooting in Regensburg
Eine Gasse, kaum zwei Meter breit, beide Wände bis unters Dach mit Sprühlack überzogen — und mittendrin ein ruhiger Blick in die Kamera. So fing dieser Abend an. Magdalena (@magdalenawgnbr) stand zum ersten Mal vor meiner Linse, und statt eines einzelnen Spots haben wir uns die Regensburger Altstadt als Strecke genommen: erst die Graffiti-Gasse, dann die kopfsteingepflasterten Gassen im Westen, zum Schluss das Donauufer. Drei Räume mit drei völlig unterschiedlichen Lichtcharakteren — und durchgehend nur das, was die Stadt an Licht hergab.
Graffiti-Gasse — Editorial-Portraits zwischen Sprühlack und Beton
Den Auftakt macht eine enge Durchgangsgasse, links und rechts dicht überschriebene Wände, Kopfsteinpflaster, das nach hinten ins Bokeh ausläuft. Was diesen Ort fotografisch trägt, ist nicht das Graffiti allein, sondern wie die schmalen Wände das Licht behandeln: Sie werfen es sich gegenseitig zu, streuen es weich und gleichmäßig — eine natürliche Aufhellung, die Hauttöne ruhig und sauber zeichnet.
Magdalena trägt ein salbeigrünes Satin-Top mit offenem Rücken, dazu eine helle Wide-Leg-Jeans und weiße Plateau-Sneaker. Eine klare Silhouette, die sich gegen die unruhigen Wände behauptet.
Vor der Kamera arbeitet sie die Bandbreite souverän durch: das gerade Standing mitten in der Gassenflucht, die seitliche Lehne mit angezogenem Bein, die Rückenansicht, in der der offene Schnitt des Tops zur Linie wird. Die weiten, raumgreifenden Frames entstehen mit dem 35mm — es nimmt beide Wände als Bühne mit. Für die engeren Porträts und Rückenansichten lege ich das 85mm auf, das Magdalena vor cremigem Bokeh freistellt.
Westliche Altstadt — Pflastergassen, Gegenlicht und eine Lederjacke
Wenige Minuten weiter kippt die Stimmung ins Warme. Schmale, kopfsteingepflasterte Gassen, pastellfarbene Fassaden in Terrakotta, Weiß und zartem Rosa, schmiedeeiserne Fenstergitter, eine alte Laterne. Die tiefstehende Sonne flutet durch die Gassenflucht und setzt am Ende einen weichen Lichtkern — Gegenlicht, das die Haarkante zum Leuchten bringt.
Hier kommt als kleiner Stilwechsel eine schwarze Bikerjacke über das Satin-Top. Weicher Glanz trifft auf harte Lederkante — ein Bruch, der vor den warmen Altstadtwänden trägt.
Die Posen folgen dem Ort: die Lehne an der Terrakotta-Wand mit aufgestelltem Fuß, das entspannte Sitzen auf dem Pflaster, die Rückenansicht ins Gegenlicht, der enge Lederjacken-Blick. Die kopfsteingepflasterte Flucht verdichte ich mit dem 50mm — die Brennweite hält genug Straße im Bild, ohne die Person zu verlieren. Wer mehr über meine Arbeitsweise mit verfügbarem Licht wissen will, findet das über mich.
Donaupromenade am Haus der bayerischen Geschichte — Goldene Stunde
Den Abschluss bildet die Donaupromenade am Haus der bayerischen Geschichte — gerippte graue Fassadenpaneele, klare Betonkanten, freie Sicht über den Fluss. Genau in dem Moment, in dem die Sonne den Horizont berührt, wird das Licht zum eigentlichen Motiv: ein goldener Rand um Haar und Schulter, lange Reflexe über den Beton, der eine oder andere Lens-Flare.
Für diesen Block der dritte Look: ein schwarzes Langarm-Crop-Top mit Schlitzrock, dazu weiße Sneaker. Reduziert, editorial, abendlich.
Magdalena lehnt an der niedrigen Mauer, setzt sich auf die Kante, dreht die Schulter ins Gegenlicht. Ich arbeite hier konzentriert mit dem 85mm: Es komprimiert den glühenden Hintergrund zu einer warmen Fläche und schneidet die ruhige, leicht lächelnde Silhouette sauber heraus. Aus diesem Block kommt das stillste Bild des ganzen Abends — gerader Blick, die Sonne als kleiner Kern direkt neben der Wange.
3 Dinge, die die Regensburger Altstadt als Shooting-Location stark machen:
Drei Lichtwelten auf kurzem Weg — gestreutes Gassenlicht, warmes Gegenlicht, goldene Stunde am Fluss, alles fußläufig.
Kontrastreiche Kulissen — von rohem Graffiti-Beton bis zu pastellfarbenen Altstadtfassaden und moderner Architektur.
UNESCO-Welterbe als Hintergrund — historische Substanz, die jedem Frame Tiefe gibt, ohne Postkarten-Klischee.
Was bleibt
Drei Stationen, ein Sommerabend, ein erstes gemeinsames Shooting — und am Ende eine Strecke, die die Altstadt nicht als Sehenswürdigkeit, sondern als Bildraum liest. Was den Bildern über die Locations hinaus Halt gibt, ist, wie Magdalena über den Abend hinweg in die Sache hineinwächst: Beim ersten Mal sucht man gemeinsam die Sprache des Sets. Gegen Ende, im Gegenlicht an der Donau, sitzt jede Drehung früher, als sie gestellt werden müsste. Das sieht man — und genau das macht den Unterschied zwischen einem Foto und einem Portrait.
Lust auf deine eigene Serie?
Wenn du dir vorstellen kannst, einmal in Regensburg fotografiert zu werden — urban, editorial, an Orten mit Charakter — dann lass uns das konkret machen. Den Look und die Stationen stimmen wir vorher gemeinsam ab.
DM auf Instagram — der schnellste Weg, ich antworte persönlich: @florian_hauser_photography
Kontaktformular — für ausführlichere Anfragen mit Idee, Termin und Location.
www.florian-hauser-photography.de — Pakete, Preise und weitere Strecken findest du im Portfolio.
📍 Regensburg, Altstadt, Donaupromenade & Oberpfalz 🌐 www.florian-hauser-photography.de 📸 @florian_hauser_photography · DM jederzeit offen
Model: @magdalenawgnbr
4) FAQ — Häufige Fragen zum Portrait-Shooting in Regensburg
Welche Locations in der Regensburger Altstadt eignen sich für ein Portrait-Shooting? Die Altstadt liefert auf kurzem Weg sehr unterschiedliche Bildwelten: Graffiti-Gassen mit kühlem, gestreutem Licht, kopfsteingepflasterte Gassen im Westen mit warmem Gegenlicht und die Donaupromenade am Haus der bayerischen Geschichte für die goldene Stunde. Welche Stationen zu dir passen, klären wir vor dem Termin.
Wie arbeitest du mit dem Licht in engen Gassen? Schmale Gassen sind ein Geschenk: Die nahen Wände streuen das Licht weich und gleichmäßig, fast wie eine große Softbox. Ich lese, von welcher Seite es kommt, und stelle die Person so, dass die Hauttöne ruhig bleiben. Gearbeitet wird ausschließlich mit verfügbarem Licht.
Welche Brennweite nutzt du für urbane Portraits? Für raumgreifende Frames, in denen die Gasse mitspielt, das 35mm. Für die Komprimierung enger Fluchten das 50mm. Für freigestellte Porträts und Gegenlicht zur goldenen Stunde das 85mm — es trennt die Person sauber vom Hintergrund.
Was soll ich zu einem Altstadt-Shooting anziehen? Zwei bis drei Outfits mit klaren Linien funktionieren vor unruhigen Wänden am besten — gern eine Mischung aus reduziert und einem Statement-Teil, etwa einer Jacke. Bequeme Schuhe für die Wege zwischen den Stationen und ein Lippenstift reichen.
Wie läuft ein Shooting bei dir ab? Vorab sprechen wir kurz über Idee, Stil und Stationen. Am Termin nehmen wir uns Zeit für mehrere Looks und Locations. Eine Vorauswahl bekommst du wenige Tage später, die fertige, bearbeitete Galerie in der Regel innerhalb von drei Wochen.
5) PRESETS-BLOCK
Werbung — Der Look in der Nachbearbeitung
Affiliate-Link: Ich erhalte eine Provision, wenn du über diesen Link kaufst — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Der ruhige, warme Ton dieser Strecke entsteht nicht nur am Set, sondern auch in der Bearbeitung. Gerade beim Sprung von kühlem Gassenlicht zur goldenen Stunde halten die Presets von The Classic Presets die Hauttöne über alle drei Locations konsistent, ohne dass die Farben kippen.
Wenn du nach einem Set suchst, das mit deinem eigenen Look funktioniert — mit dem Code HAUSER bekommst du 15 % Rabatt.
→ The Classic Presets: theclassicpresets.com
6) GEAR-BLOCK
Werbung — Mein Setup an diesem Tag
Werbung / Affiliate-Links: Alle nachfolgenden Links sind Affiliate-Links zu Amazon und Calumet. Wenn du darüber einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Aufgenommen ausschließlich mit verfügbarem Licht.
7) TAGS & SEO
Portrait-Shooting Regensburg · Portraitfotograf Regensburg · Fotograf Oberpfalz · Regensburger Altstadt · Outdoor Portrait Regensburg · Available Light · Editorial Portrait · Streetportrait · Goldene Stunde · Donaupromenade Regensburg · Sony a7 III · Sigma 85mm · Sommer Editorial · Graffiti-Gasse · Urban Portrait